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1:3 bei den Hamburg Freezers
Regionalliga (Herren)

Von: FAB

Hätten wir gewusst was uns beim Tabellenführer der Regionalliga Nord erwartet, dann hätten wir bestimmt auch das passende Equipment eingepackt...

Eigentlich war die Zusammenfassung unseres Ausfluges nach Hamburg ja etwas anders geplant, doch die eine oder andere Kuriosität verlangt eine Berichterstattung ohne viele Gleichnisse. Ohne unsere Doktoren traten wir die Fahrt an, beseelt von dem Wunsch, durch ein vernünftiges Spiel ein wenig Selbstvertrauen zurückzuerlangen. Da die eigentliche Spielhalle des ETV belegt, zerstört, verkauft oder was auch immer war, wurden wir durch unser Navi zum Ausweichspielort gelotst. Für die kommenden Spieltage wird übrigens jeder Spieler ein eigenes erhalten... ;-)

Ziemlich zeitgleich mit dem Hallenwart trafen wir dort ein. Falls nochmal jemand sagt, es gibt keine zweite Chance für einen ersten Eindruck, der sollte an dieser Stelle eines Besseren belehrt werden. Erschien uns der Spielort anfangs etwas kühl und grau, so mussten wir unsere Meinung doch sehr bald revidieren. Als eingeschaltete (oder funktionierende) 70% der Hallenbeleuchtung einen genaueren Blick aufs Spielfeld zuliessen, stellte sich heraus, das das Eis in einem hervorragenden Zustand war. Auch das "Heimteam" befand den Spielort für zufriedenstellend. Nachdem es, in bester MacGyver Manier, gelungen war, Pfosten in den Boden zu rammen und mit Panzertape eine ungefähre Feldumrandung für unser Lieblingshobby zu zaubern, konnte das Warmspielen auch losgehen. Ich kann mich nicht entsinnen dieses Wort schon einmal so wörtlich genommen zu haben, niemand aus dem Team entledigte sich der langen Hose vorm Einschlagen. Nachdem sich die Kapitäne auf ein gemeinsames Regelwerk einigten, ( unter Anderem wurde ohne Torwart, dafür aber mit Libero gespielt; Tore liessen wir dann auch weg; Seitenwahl statt Bully, ...) konnte es endlich losgehen.

Eimsbüttel zeigte von Anfang an warum sie an der Spitze der Liga stehen. Aus einer sicheren Annahme spielten sie sehr variabel und überzeugten mit druckvollem Angriffsspiel. Ganz entgegen unserer üblichen Art, hielten wir gut dagegen und damit den ersten Durchgang lange offen. Endlich war wieder etwas von der ersehnten Lockerheit zu spüren, die wir so lange vermissen liessen. Wohl etwas zu locker machten wir aber in der Endphase wieder mal die entscheidenden Fehler und gaben den Satz mit 20:25 her. Das gute Gefühl wollten wir eigentlich ins zweite Drittel retten, doch hier zeigte sich deutlich das momentane Problem. Zur Mitte des Satzes hin gab es eine, nennen wir es mal "unglückliche", Spielsituation mit dem besseren Ende für die Heimmannschaft. Doch statt dieses schnell ad acta zu legen, war es der Anfang vom Ende in diesem Durchgang. Keine Konzentration, Kopfkino bei jedem Einzelnen und schon sieht man gegen keinen Gegner mehr Land; Ergebnis: 17:25!

Mit der 2:0 Führung im Rücken stellte der ETV um, auch die Reserve durfte sich mal versuchen. Wie es dann so häufig ist spielten diese nicht so souverän wie der erste Anzug, wir hatten eh nichts mehr zu verlieren, also ergab sich noch mal ein recht ansehlicher Satz. Und schau an: mit Freude UND Engagement konnten wir den Durchgang 25:22 für uns entscheiden. Overtime also für alle Beteiligten!

Sollte hier etwa mehr als nur ein Achtungserfolg drin sein? Kurzum: nein! Der Trainer der Hamburger brach den Versuch der Rotation ab und die Hauptakteure aus den ersten beiden Durchgängen rückten das Bild wieder zurecht. Zwar versuchten wir durch Kampf im Spiel zu bleiben, doch nahezu jede lange Ralley ging an den Gegner. Das Ende vom Lied war ein 19:25 und ein Endergenis von 1:3 aus unserer Sicht.

Wieder mal ein Satz, wieder mal nicht mehr. Was die Eindrücke aus diesem Spiel wert sind, wird sich am kommenden Samstag zeigen. Dann steht unser letztes Heimspiel des Jahre an. Zu Gast ist der Aufsteiger aus Rangenberg. Diese fielen am letzten Wochenende, für uns, unangenehm auf, als sie ihr Heimspiel gegen Neustadt mit 3:0 gewannen. Punkt- und fast Satzgleichheit lassen zumindest eine Partie voller Kampf vermuten und erwarten. Hierzu sind natürlich alle Volleyballfreunde herzlichst eingeladen. Gespielt wird am Sanstag, wie gehabt, 17.00 im beheizten Ribnitz! Als Entschuldigung, ach nein, ich soll ja Dankeschön schreiben, wird die Mannschaft für die Zuschauer, welche uns sehr zahlreich durch die Hinrunde begleiteten, gratis Glühwein bereitstellen. Für ein wohliges Gefühl auf den Rängen ist also gesorgt. So sollte es doch möglich sein, ein versöhnliches Hinrundenende zu gestalten, die Mannschaft wird ihr Möglichstes dazu beitragen. Dann wäre ich es auch endlich wieder los, das Amt des Botschafters vom armen Coach Hiob!

Also allen eine schöne Woche

Fab

 

Hinweis: Der vorliegende Spielbericht gibt ausschließlich die Ansicht des jeweiligen Verfassers wieder.

                                                

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