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Vom geilsten Spiel bis zum denkwürdigsten Spiel der Saison Bezirksliga Ost (Herren)
Von: Stephan Am Samstag ging es für uns nach Zingst, um dort auf den schon viel gefürchteten Tabellenführer aus Güstrow und die zu Hause nie zu unterschätzenden Zingster zu treffen. Wir hatten glücklicherweise den Luxus, zunächst pfeifen zu dürfen, sodass wir einerseits später aufstehen mussten und andererseits die Teams ein wenig beobachten konnten.
Nachdem Güstrow das Spiel, dass vor allem in den letzten beiden Sätzen mehr über den Kampf entschieden wurde, mit 3:1 gewann, durften wir dann eben gegen diese ran. Wir begannen, wie immer, mit leicht unsicherer Annahme, sodass unsere Gegner von der Tabellenspitze zunächst immer mit zwei bis drei Punkten die Nase vorn hatten. Doch dann schafften wir es unseren Block mehr und mehr zu stabilisieren, unsere Angriffe effektiv unterzubringen und uns den Satz mit 26:24 zu holen.
Angestachelt von diesem kleinen - und eigentlich auch nicht erwarteten - Erfolg agierten wir nun im zweiten Satz immer sicherer. Aus nahezu 100%-iger Annahme konnte "unser" Teo die Bälle nach belieben verteilen und sämtliche Angreifer zu wunderschönen Kombinationen verleiten, sodass die Güstrower mehr und mehr Probleme im Stellen von Block und Abwehr bekamen. Das ging bis zum 24:18 gut, wo dann erst einmal eine vier-Punkte-Pause eingeschoben wurde. Dann noch eine Auszeit unsererseits und eine - glücklicherweise - verschlagene gegnerische Aufgabe brachten uns dann - nach dem 25:22 - mit 2:0 in Front.
Im dritten Satz, die Güstrower wirkten mental schon ziemlich down, spielten wir nun locker auf. Das Risiko in den Aufgaben und Angriffen wurde nun noch erhöht und auch einige Fehler auf gegnerischer Seite brachten uns den sehr eindeutigen 25:14-Satzerfolg und damit den 3:0-Sieg. Dann ging es gegen Zingst.-Ein Spiel, das wie immer eine sehr hohe Brisanz hatte. Denn noch aus der letzten Saison wussten wir, dass es auf der Halbinsel, gerade wegen des heimischen Publikums, sehr schwer wird.
Aber voll auf unser Spiel konzentriert, legten wir auch gleich los wie die Feuerwehr. Sichere Annahme, starke Abwehraktionen und das, wie gewohnt, gute Zuspiel brachten uns schnell in Führung und einen ungefährdeten 25:17-Etappensieg. Zum zweiten Satz kamen wir dann auf die Seite der gegnerischen Fans, die lautstark ihre Mannschaft anfeuerten, unsere weibliche Begleitung mit "interessanten" Gesängen "erfreuten" und auch die eine oder andere Schiedsrichterleistung in Frage stellten. (Die letzten beiden Dinge trafen vor allem auf eine kleine [vermutlich angetrunkene?!] Gruppe von vier Leuten zu.) Aber für solche Erlebnisse spielt man ja nunmal auch gerne auswärts. Unbeirrt spielten wir weiterhin unsere Kombinationen und schnellen Pässe und konnten, dieses mal etwas knapper, den Satz mit 25:21 für uns entscheiden, was die "Fans" dann tatsächlich zum Verstummen brachte.
Mit dem absoluten Willen nun das 3:0 perfekt zu machen, spielten wir weiter risikofreudig auf und glaubten, beim Stand von 18:12 den Sieg schon in der Tasche zu haben. Doch es reichten ein paar Unkonzentriertheiten, sodass die Zingster plötzlich mit 18:18 dran und wieder voll motiviert waren. Das machte sich natürlich auch bei den Fans von gegenüber bemerkbar. Etwas beeindruckt von dieser Stimmung gelang es uns auch nach zwei Auszeiten nicht, wieder richtig Fuß zu fassen. Wir mussten die - nun clever aufspielenden - Gastgeber mit 25:23 ziehen lassen. Spätestens an diesem Punkt wurde die Begegnung zu einem Gedulds- und Kampfspiel mit heftigen psychischen Komponenten. Wieder auf der vermeitlich "gegnerischen" Seite versuchten wir uns nun zusammenzureißen und unser Ding durchzuziehen, was uns auch streckenweise gelang. Allerdings wurden nun die verbalen Attacken der dort "ansässigen" Vierergruppe, die sich dann teilweise gegen einzelne Spieler richteten immer heftiger und die Zwischenrufe bei den Aufgaben immer lauter. Zuweilen wurde sich auch einfach mal neben den Aufgabenspieler gestellt oder demselbigen an der Boxershorts gezogen. Doch trotz dieser aufreibenden Atmosphäre erkämpften wir uns tatsächlich noch einmal einen Matchball. Den konnten wir beim Stand von 24:23 leider nicht verwandeln und traten dann auch diesen Satz nach zwei unglücklichen Angriffaktionen an die Gastgeber ab. Und nun ging es, ebenfalls wie schon in der letzten Saison an gleicher Stelle, in den Tiebreak. Hier machte sich bei uns nun vor allem Verkrampfung breit. Zwar konnten wir spielerisch noch gut mithalten, aber es fehlte uns nun an mentaler Stärke. Die Männer von der Ostsee behielten ihrerseits den Überblick. Wir konnten uns dann noch bis zum 10:12 halten, ergatterten noch den ersten gegnerischen Matchball (11:14) und vergaben diesen dann gleich wieder, symptomatisch, durch eine übertretene Aufgabe aus dem Stand. Es ist schlussendlich schade, wenn auf ein Spiel von Zuschauerseite aus scheinbar so viel Einfluss (auf teilweise sehr niveauloser Art) genommen werden kann. -Das war dann auch das Thema der dann anschließenden Diskussion zwischen dem Schiedsgericht, einigen Zingster Spielern und Zuschauern und mir. Mit Respekt und Freude werden wir dann auf jeden Fall in die jeweiligen Rückspiele gehen, die sicherlich einiges an Brisanz und Spannung zu bieten haben werden. HSV: Teo, Maddin, Pinschi, Zabel(-haft), Hannes, Moritz, Hansi, Phillip und ich
Hinweis: Der vorliegende Spielbericht gibt ausschließlich die Ansicht des
jeweiligen Verfassers wieder.
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