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MV-Volleyballer glänzen bei Deutscher Meisterschaft der Altersklassen

Die Deutschen Meisterschaften der Altersklassen 2026 in Dresden wurden für die Volleyball-Teams aus Mecklenburg-Vorpommern zu einem Wochenende voller Emotionen, Wiedersehen und sportlicher Höhepunkte. Insgesamt vier Mannschaften aus dem Nordosten waren am Start – und jede schrieb ihre eigene kleine Geschichte.

Bei den Frauen der Altersklasse F49+ trat erneut das Team des ISV Rostock an, das inzwischen seit mehreren Jahren eine feste Größe bei den Deutschen Meisterschaften ist. Die Mannschaft setzt sich aus Spielerinnen aus Rostock und Umgebung, Greifswald, Neustrelitz und Stralsund zusammen und zeigte auch in diesem Jahr großen Teamgeist. In einer anspruchsvollen Vorrunde traf das Team auf den TSV Weilheim und die TGA Stuttgart, den späteren Deutschen Meister. Trotz zweier Niederlagen kämpfte sich die Mannschaft engagiert durch das Turnier und belegte am Ende einen respektablen zehnten Platz. Erstmals begleitet wurde das Team von Trainer Lothar Kempf vom PSV Neustrelitz, dessen Unterstützung von allen Beteiligten besonders geschätzt wurde.

Auch die F43+ des ISV Rostock sorgte in Dresden für starke Eindrücke. Das neu formierte Team mit Spielerinnen aus Rostock, Bad Doberan, Stralsund, Bad Schwartau, Magdeburg und Neubrandenburg überzeugte vor allem durch seine hervorragende Stimmung und den großen Zusammenhalt. Nach einem erfolgreichen Auftaktsieg gegen den TSV Neutraubling und einem Spiel gegen den späteren Titelträger TuS Mondorf erspielte sich die Mannschaft einen starken sechsten Platz. Für viele Spielerinnen war bereits das gemeinsame Abendessen beider Frauenteams am Freitagabend der perfekte Auftakt in das Meisterschaftswochenende und eine gelungene Einstimmung auf den Saisonhöhepunkt.

Bei den Männern war Mecklenburg-Vorpommern ebenfalls doppelt vertreten. In der Altersklasse M53+ ging der ISV Rostock an den Start. Die Mannschaft hatte sich erst kurz vor dem Turnier zusammengefunden und zuvor lediglich einmal gemeinsam trainiert. Entsprechend schwierig verlief zunächst die Vorrunde gegen die Teams aus Düren und Freiburg. Doch im Verlauf des Wochenendes steigerte sich das Team deutlich. In der Zwischenrunde gelang mit großem Kampfgeist der erste Sieg und damit der Einzug in das Spiel um Platz neun. Dort zeigte der ISV Rostock gegen den TSV Neunkirchen seine beste Leistung des Turniers. Nach einem deutlichen Rückstand im ersten Satz kämpfte sich die Mannschaft eindrucksvoll zurück und drehte das Spiel noch zu ihren Gunsten. Unterstützt von den mitgereisten Fans entwickelte sich das Wochenende trotz aller Herausforderungen zu einem sportlichen Erfolg und einem besonderen Gemeinschaftserlebnis.

Für den sportlichen Höhepunkt aus Sicht Mecklenburg-Vorpommerns sorgte schließlich der Schweriner SC in der Altersklasse M41+. Nach mehreren Anläufen in den vergangenen Jahren gelang den Schwerinern in Dresden der große Triumph: der Gewinn der Deutschen Meisterschaft. Bereits in der Vorrunde zeigte das Team starke Leistungen und kämpfte sich anschließend mit zwei überzeugenden Erfolgen durch das Viertel- und Halbfinale bis ins Endspiel. Dort setzte sich der Schweriner SC gegen die TSV Giesen GRIZZLYS in zwei Sätzen durch und sicherte sich verdient die Goldmedaille.

Der Titelgewinn war dabei weit mehr als nur ein sportlicher Erfolg. Viele Spieler verbindet eine jahrzehntelange gemeinsame Volleyballgeschichte. Besonders emotional wurde das Wochenende durch den Besuch von Trainer Horst „Willi“ Holz, der gemeinsam mit seiner Frau Eva die Spiele von der Tribüne verfolgte. Zahlreiche Spieler des heutigen Meisterteams wurden bereits in ihrer Jugend von ihm trainiert. Mit dem Gewinn des Deutschen Meistertitels schloss sich damit auf besondere Weise ein Kreis zwischen Vergangenheit und Gegenwart des Schweriner Volleyballs.

Zum Meisterteam des Schweriner SC gehörten:
Mathias Ahlf, Axel Borchwaldt, Christian Braun, Markus Doberstein, Gianluca Durante, Christoph Eichbaum, Christian Grapentin, Karsten Hacker, Thomas Hildebrandt, Hannes Höpfner, Robert Kromm, Sebastian Lemke, Robert Ließ, Lutz Lindow, Martin Petzold, André Rübensam, Jonathan Scott, Frank Thiessenhusen, Steffen Trommeshauser und Konstantin Wulff.Als Offizielle begleiteten Sebastian Lemke, Stefan Lemke und André Rübensam die Mannschaft auf dem Weg zum Titelgewinn.

Die Deutschen Meisterschaften in Dresden zeigten einmal mehr, dass Volleyball Menschen über Generationen hinweg verbindet. Neben Medaillen und Platzierungen standen vor allem Teamgeist, Wiedersehen und die gemeinsame Leidenschaft für den Sport im Mittelpunkt.

Für alle Beteiligten aus Mecklenburg-Vorpommern war die Teilnahme bereits ein Erfolg – und nach dem Hallenfinale richtet sich der Blick nun bereits auf die kommende Beachvolleyball-Saison.

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